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14.08.2017

Endlich den Turbogang beim Wohnungsbau einlegen

Dass die Zahl der Sozialwohnungen in Hessen weiter abnimmt, ist längst kein Geheimnis mehr. Im Jahr 2016 gab es in Hessen nur noch 93.207 Sozialwohnungen. Damit sind im vergangenen Jahr wiederum mehr als 7.000 Wohnungen mehr aus der Bindung herausgefallen, viel mehr als dazugekommen sind. Mithin hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in Hessen in den vergangenen 25 Jahren mehr als halbiert. Dies ist ein Negativrekord. 1991 gab es in Hessen noch knapp 206.000 Sozialwohnungen. „Diese Zahlen sind katastrophal und besorgniserregend“, so Wolfgang Hessenauer, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V. „Das Land muss endlich in die Gänge kommen und prüfen, welche seiner Liegenschaften es zur Verfügung stellen kann und zu welchen Konditionen. Darüber hinaus müssten - wie in den 60er und 70er Jahren - durch die Landesregierung endlich größere Geldsummen in die Hand genommen werden, um die Städte und Gemeinden bei der Baulandgewinnung und beim Wohnungsbau zu unterstützen.“

Zwar kamen im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Neubauwohnungen zum bisherigen Bestand dazu, allerdings gab es auch knapp 14.000 Abgänge durch Umbau oder Abriss. Von den neu entstandenen Wohnungen ist jedoch nur der aller geringste Teil sozial gefördert. Die meisten der übriggebliebenen 20.000 Wohnungen sind im hochpreisigen Segment gebaut worden. Dies hilft aber den Beziehern von mittleren und niedrigen Einkommen nicht weiter. Hier gibt es jedoch die meisten Wohnungssuchenden. Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. fordert daher die Hessische Landesregierung auf, die Unterstützungen der Städte und Gemeinden in finanzieller und auch sonst jeglicher Weise sofort deutlich zu erhöhen und insbesondere die Wohnungsgesellschaften des Landes und der Kommunen noch intensiver zu unterstützen. Nur so kann die Wohnungskrise mittelfristig abgestellt werden.



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