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22.01.2018

Mieterbund mahnt Wohnungsbau an

Wie durch das Hessische Statistische Bundesamt am Dienstag berichtet wurde, stieg die Zahl der in Hessen lebenden Menschen weiter an. Alleine im Jahr 2016 ist die Bevölkerung um 0,6 Prozent gewachsen. Diese Menschen brauchen Wohnungen, die es derzeit insbesondere in den Ballungsgebieten und Universitätsstädten nicht gibt. Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. fordert daher die Hessische Landesregierung und die Kommunen auf, alles dafür zu tun, dass Bauen und Wohnen in Hessen wieder ganz oben auf der Agenda steht. Wolfgang Hessenauer, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V.: „Das Thema Wohnen muss endlich in der Spitze der Hessischen Landesregierung ankommen. Es ist bedenklich, dass die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen sind. Im Hinblick auf den Mangel an Wohnraum müsste das Gegenteil der Fall sein“. Besonders das Wachstum im Rhein-Main-Gebiet, wo die Bevölkerungsanzahl mit 1,3 Prozent stark angestiegen ist wird dazu führen, dass der Druck auf dem Wohnungsmarkt noch größer wird. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Sozialwohnungen weiter abnimmt und mit gerade einmal 90.000 Wohnungen hessenweit ihren historischen Triefpunkt erreicht hat. „Vor nicht einmal 20 Jahren gab es noch eine Viertelmillion Sozialwohnungen in Hessen. Wenn jetzt die Landesregierung nicht endlich einschreitet und mehr Mittel zur Verfügung stellt, wird sich die Situation noch weiter verschlechtern. Für ein reiches Bundesland wie Hessen ist dies ein trauriges Bild, zumal knapp 50.000 Hessen dringend jetzt eine Sozialwohnung benötigen. Derzeit scheint die Landesregierung das Thema Bauen und Wohnen nur als Nebengebiet anzusehen, denn es gibt dafür nicht einmal ein eigenes Ministerium. Dies zeigt, welchen Stellenwert die Landesregierung dem Problem beimisst.“



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